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Neurologisch bedingte Sehstörungen sollten frühestmöglich erkannt und behandelt werden. Computergestützte Verfahren bieten heute neue Möglichkeiten in der
Diagnostik und der Therapie.
Speziell die Erkenntnisse zur Neuroplastizität des Gehirns und deren Umsetzung in neurorestaurativen und adaptiven Interventionen erlaubt zunehmend neurowissenschaftlich fundierte, effektive und evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten.
Für die Reintegration in Alltag und Beruf stehen Betroffenen in der Rehabilitation grundsätzlich zwei Wege offen. Mit Hilfe kompensatorischer Übungen kann systematisch gelernt werden, sich besser mit der Behinderung zu arrangieren und mit Blick- und Augenbewegungen Ausfälle des Gesichtsfeldes
zielgerichtet auszugleichen.
Neben der Kompensation besteht aber auch die Möglichkeit, dass Sehfunktionen durch therapeutische Interventionen wiederhergestellt werden können. Diesen Weg verfolgen restitutive Verfahren, wie die visuelle Restitutionstherapie (VRT). Hier werden die geschädigten Nervenzellen direkt stimuliert und
funktionell wieder aktiviert. Ziel ist es,
die Gesichtsfeldausfälle zu verkleinern, die
Alltagseinschränkungen zu reduzieren und
darüber Handlungskompetenzen zurück zu
gewinnen. ______________________________________________________________
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